Die Stärkung und Förderung der Innenstadt ist eine der großen Herausforderungen in Wildeshausen. Unter den Beteiligten ist dabei umstritten, wie der Einzelhandel und die Gastronomie in der Innenstadt nachhaltig in seinem Bestand gesichert und gestärkt werden kann.

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Der neue Hertford-Brunnen mit Blick in die Innenstadt

Dabei dreht sich die Diskussion vielfach um die Frage, ob ein großer Einzelhandelsbetrieb (sog. „Magnet“) mit Erfolg angesiedelt werden kann und damit die gewünschte wirtschaftliche Belebung eintritt. Daneben sind Fragen der Verkehrsführung und der Wettbewerbssituation zum Einkaufszentrum am Westring zu klären.

Die UWG hat Zweifel daran, dass sich tatsächlich ein sog. Magnet für die Innenstadt Wildeshausens gewinnen lässt und dass dies zu einer nachhaltigen Stärkung der Innenstadt führt. Bereits gegenwärtig stehen etwa 2.500 m² Einzelhandelsfläche in der Stadt leer, eine Vermehrung dieser Flächen erscheint daher aus unserer Sicht als der falsche Weg. Wenn sich ein neues Einzelhandelsgeschäft ansiedeln lässt, sollte dies nach Möglichkeit in einem vorhandenen Gebäude mit erheblichen Freiflächen (z.B. im ehemaligen Leffers-Kaufhaus oder im ehemaligen Selve-Kaufhaus) erfolgen.

Unter anderem dieses Haus soll dem „Magneten“ weichen

Unabhängig davon verfügt die Stadt bereits über einige Kundenmagneten, wie zum Beispiel den zu Recht vielfach gelobten Wochenmarkt, ein hervorragendes Angebot im Gesundheitsbereich (Apotheken, Optiker usw.) und eine gerade im Sommer gut besuchte Außengastronomie. Nach Ansicht der UWG sollten solche „kleinen“ Magneten in Zukunft gezielt vermehrt und gestärkt werden.

 

Nach Ansicht der UWG kann eine weitere dauerhafte Belebung der Innenstadt am besten durch die Ansiedlung kleinerer inhabergeführter Fachgeschäfte erreicht werden.

Ein Blick in die Westerstraße

Die Innenstadt würde sich dann als „Fachgeschäfts-Zentrum“ für den gehobenen Bedarf vom eher auf Discount ausgerichteten Westring abheben. Die Ansiedlung sollte dabei durch die städtische Wirtschaftsförderung koordiniert und begleitet werden. Der Wirtschaftsförderer könnte eine Art „Leerstandskataster“ erstellen, für Vermieter und Interessenten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und auch gezielt für die Ansiedlung bestimmter (passender) Fachgeschäfte werben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Bereich „Zwischenbrücken“ zu legen sein, da sich dort bereits ein erheblicher Leerstand gebildet hat.

 

Darüber hinaus sollte die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter gefördert werden, wie dies derzeit durch die lobenswerte Umgestaltung des Platzes am Westertor geplant ist. In ähnlicher Weise sollte auch der Platz vor der alten Feuerwehr als attraktiver Ortseingang neu gestaltet werden.