UWG aktuell – B-Plan für REWE-Markt vor Abschluss

Am kommenden Donnerstag, 27.06.2019 wird in der nächsten Sitzung des Rates der Stadt Wildeshausen, bei der alle Fraktionsmitglieder der UWG Wildeshausen anwesend sein werden, (u.a.) über den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan zum „Neubau und Erweiterung REWE-Markt“ abgewägt und beschlossen werden. Zu unserem Bedauern war die UWG nur teilweise erfolgreich, was die Begrünung auf dem geplanten Parkplatz des neuen Marktes angeht – anstatt eines vollständigen, grünen Sichtschutzes am Ortseingang werden nun lediglich 2 Bäume auf dem Areal angepflanzt werden.
Der UWG Wildeshausen ist der Anteil der Begrünung auf der zukünftigen Parkplatzfläche nicht ausreichend. Wir leben in einer Stadt, die sich als ausgewiesener Luftkurort präsentiert und dies in der Praxis immer weniger umsetzt. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Begrünung unserer Stadt Vorrang vor Flächenverdichtung hat.


Foto: Claudia Gladen

Urgeschichtliches Zentrum in Wildeshausen

Zur Planung eines Urgeschichtlichen Zentrums in Wildeshausen waren am Samstag, 26.01.2019 unser Bürgermeister Jens Kuraschinski mit Frau Baron und Frau Hogeback (Stadtmarketing Wildeshausen), sowie viele Mitglieder des Stadtrats zur Besichtigung im Schloss Museum Jever und im Hunebedcentrum Borger in den Niederlanden. Mit dabei waren auch Mitglieder des Vorstands Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen e.V..

Für die UWG Wildeshausen war unsere Ratsfrau Corinna Riedel-Seebacher mit dabei. Die UWG unterstützt die Einrichtung eines Urgeschichtlichen Zentrums im alten Feuerwehrhaus – mit dieser Tour konnten viele Anregungen für die konkrete Planung gewonnen werden.

Antrag der UWG-Fraktion: „Sandabbau und Industriegebiet Wildeshausen West“

Die UWG-Fraktion stellt den Antrag, das Thema „Sandabbau und Industriegebiet Wildeshausen West“, hier den TOP 8 der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt, vom 19. 04. 2018 von der Tagesordnung zu nehmen. Das Thema ist nicht beratungsreif, da wesentliche Informationen für eine sachgerechte Beratung und Entscheidung fehlen und somit den Ratsmitgliedern vorenthalten werden.

Begründung:

Der Umweltbericht weist u. a. folgende Mängel auf:

1. Im Umweltbericht fehlt eine ausführliche artenschutzrechtliche Prüfung. Die Arten werden nur pauschal abgehandelt.

2. Im Umweltbericht steht geschrieben, dass alle ungefährdeten Vogelarten und auch die Waldschnepfe und die Fledermäuse in die Umgebung ausweichen können.
Als 2010 das neue BNatSchG herausgegeben wurde, galt noch die verbreitete Meinung, dass ungefährdete und allgemein verbreitete Arten in umgebende Habitate ausweichen können. Mittlerweile gibt es hierzu jedoch neue Erkenntnisstände und Rechtsauffassungen.
Ein Erhalt der ökologischen Funktion durch Ausweichen ist i.d.R. nicht mehr möglich, weil:
• Vermeintlich „freie Habitate“ häufig nicht gesichert vorhersagbar sind.
• Fortpflanzungsstätten nicht beliebig vorhanden sind.
• Individuen wegen des Konkurrenzverhaltens untereinander nicht einfach zusammenrücken und ihre Dichte beliebig erhöhen können.
I.d.R. bedarf es Lebensraum schaffender / -optimierender Maßnahmen, die speziell auf die einzelnen, betroffenen Arten zugeschnitten sind (z.B. Aufwertung von Wäldern im räumlichen Zusammenhang, Sicherung von Habitatbäumen im räumlichen Zusammenhang usw.)
Der räumliche Zusammenhang ist arten- und einzelfallspezifisch zu ermitteln, d.h. die Ausgangsbasis ist insbesondere
• die vom Eingriff oder Vorhaben betroffene Fortpflanzungs- oder Ruhestätte
• die Raumansprüche und Aktionsräume der jeweils betroffenen Arten mehr